Unterschiede in den gesetzlichen Krankenkassen

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist eine Pflichtversicherung für einen Großteil der Arbeitnehmer, deren Einkommen in den letzten drei Jahren nicht dauerhaft über der Versicherungspflichtgrenze lag. Neben der Renten-, Arbeitslosen-, Unfall- und Pflegeversicherung ist sie Teil des Gesundheitssystems und Bestandteil des deutschen Sozialversicherungssystems.

Leistungen

Die gesetzliche Krankenversicherung hat die Aufgabe, die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, diese im Krankeitsfall wiederherzustellen oder den Gesundheitszustand der Versicherten zu bessern und Krankheitsbeschwerden zu lindern. Auch für die Vorsorge ihrer Mitglieder ist eine Kasse zuständig, daher spricht man umgangsprachlich auch gerne von der Gesundheitskasse. Weitergehende Informationen zu Medizin und Krankheiten finden Sie in dem verlinkten Portal xeramed.de.

Aus Sicht der Versicherten hat die Unterscheidung von sogenannten Primärkassen und Ersatzkassen heute keine praktische Bedeutung mehr. Für Versicherte gibt es heute ein weitgehendes Kassenwahlrecht. Die Aufgaben der gesetzlichen Krankenversicherung nehmen die allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK), die Betriebskrankenkassen (BKK), die Innungskrankenkassen (IKK), die Ersatzkassen und die Knappschaft wahr. Als Sonderversicherungssystem nehmen die landwirtschaftlichen Krankenkassen (LKK) die Krankenversicherung der landwirtschaftlichen Unternehmer und ihrer Angehörigen wahr. Auch wenn die Unterschiede der gesetzlichen Krankenkassen nicht mehr so horrend sind, lässt sich durch einen Krankenkassenwechsel je nach Verdienst einiges an Geld einsparen. Bessere Leistungen und mehr Service sprechen ebenso für die eine oder andere Krankenkasse. So unterscheiden sich die Kassen in geringen Punkten, wie z.B. beim Bedarf an Extras. Spezielle Schulungen könnten für Sie wichtig sein, wenn Sie an einer chronischen Krankheit wie Diabetes, Rheuma oder Tinnitus leiden. Wenn Sie Kinder haben, ist vielleicht eine erweiterte Haushaltshilfe wichtig. Aber auch für Singles kann häusliche Krankenpflege ein Kriterium für einen Wechsel der Krankenkasse sein. Bestimmte Behandlungsmethoden oder eine besondere Versorgungsform, wie z.B. die Homöopathie werden nicht von allen Kassen angeboten bzw. übernommen.

Auch der Service der jeweiligen Krankenkassen ist wichtig. Prüfen Sie, ob Ihre gewählte Krankenkasse über ausreichende Geschäftsstellen verfügt. Es gibt immer wieder Fälle, bei denen es nicht ausreicht, nur per Telefon beraten zu werden. Ein persönlicher Ansprechpartner kann vieles erleichtern. Bietet Ihre Kasse ein Bonusprogramm für gesundheitsbewusstes Verhalten an, ist es ein weiterer Vorteil, daran teilzunehmen.

Unterschiede beim Zusatzbeitrag

Seit Inkrafttreten des Gesundheitsfonds zum 1. Januar 2009 gem. GKV-BSV sind die Beitragssätze bundeseinheitlich gleich und liegen aufgrund der Beitragsbemessungsgrenze eines Arbeitnehmers derzeit bei 296,25 € im Monat. Entscheidend ist nur, wie hoch der monatliche Zusatzbeitrag ist. Darin unterscheiden sich die Krankenkassen erheblich.

Entscheidende Unterschiede gibt es bei den Standardtarifen der gesetzlichen Kassen nicht. 95 Prozent der Leistungen sind identisch. Es wird nämlich im Sozialgesetzbuch genau festgelegt, was durch die Krankenkassen erstattet werden muss. Geringe Unterschiede gibt es in wenigen Teilbereichen auf der Basis von freiwilligen Kulanzleistungen wie z.B. bei der Kostenübernahme für eine Heilpraktiker-Behandlung. Im Rahmen von "Modellvorhaben" bieten Krankenkassen sogenannte Satzungsleistungen z.B. Akupunktur an.