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Selbstständig oder Gründer?
So wählst du deine Krankenversicherung richtig.

Als hauptberuflich Selbstständiger bist du nicht mehr pflichtversichert. Du entscheidest: freiwillig in der gesetzlichen Kasse oder privat. Gesetzlich zahlst du 2026 je nach Einkommen rund 280 bis 1.260 € im Monat – und weil du den Zusatzbeitrag allein trägst, macht die Wahl der Kasse bis zu rund 1.540 € im Jahr aus.

Das Wichtigste in Kürze

Krankenversicherung für Selbstständige

Aus der Anstellung in die Selbstständigkeit

Endet deine Pflichtversicherung, geht sie automatisch als freiwillige Mitgliedschaft bei deiner bisherigen Kasse weiter. Du kannst stattdessen innerhalb von drei Monaten einer anderen Kasse beitreten oder später mit der Kündigungsfrist wechseln. Willst du in die private Versicherung, musst du innerhalb von zwei Wochen nach dem Hinweis der Kasse austreten.

Voraussetzung: Vorversicherung

Freiwillig gesetzlich versichern kannst du dich, wenn du in den letzten fünf Jahren mindestens 24 Monate oder zuletzt 12 Monate am Stück gesetzlich versichert warst. Warst du noch nie gesetzlich versichert, bleibt meist nur die private Versicherung.

Beitrag nach deinem Einkommen

Grundlage ist dein Gewinn laut Steuerbescheid – mindestens 1.318,33 €, höchstens 5.812,50 € im Monat (2026). Die Kasse setzt den Beitrag erst vorläufig fest und rechnet nach dem Steuerbescheid endgültig ab. Als Gründer schätzt du dein Einkommen.

Krankengeld: deine Wahl

Ohne Krankengeld zahlst du 14,0 % plus Zusatzbeitrag. Mit Wahlerklärung zahlst du 14,6 % und bekommst ab dem 43. Krankheitstag Krankengeld. Ab 2027 gilt danach eine Wartezeit von drei Monaten – außer du gibst die Erklärung innerhalb von 14 Tagen nach Beginn der Mitgliedschaft oder dem Wechsel in die Selbstständigkeit ab. Die Wahlerklärung und ein Wahltarif mit früherem Krankengeld binden dich drei Jahre.

Künstler und Publizisten

Über die Künstlersozialkasse bist du pflichtversichert, wenn du mit deiner künstlerischen oder publizistischen Arbeit mindestens 3.900 € im Jahr verdienst (für Berufsanfänger gilt die Grenze nicht). Die Künstlersozialkasse zahlt die Hälfte, die Krankenkasse wählst du selbst.

Nebenberuflich selbstständig

Bist du angestellt und machst dich nebenbei selbstständig, bleibst du über den Job pflichtversichert – dein Gewinn aus der Selbstständigkeit zählt für die Krankenkasse dann nicht. Hauptberuflich ist die Selbstständigkeit, wenn sie zeitlich und wirtschaftlich überwiegt – oder wenn du regelmäßig mindestens einen Arbeitnehmer mehr als geringfügig beschäftigst.

Kosten 2026

Was die gesetzliche Krankenversicherung für Selbstständige kostet

Den ganzen Beitrag zahlst du allein – es gibt keinen Arbeitgeber, der die Hälfte trägt. Beispiel mit dem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 2,9 % und der Pflegeversicherung für Kinderlose ab 23 (4,2 %):

EinkommenOhne KrankengeldMit Krankengeld
Mindestbeitrag (bis 1.318,33 € im Monat)278,17 € im Monat286,08 € im Monat
Höchstbeitrag (ab 5.812,50 € im Monat)1.226,44 € im Monat1.261,31 € im Monat

Kranken- und Pflegeversicherung zusammen, Stand 2026. Mit Kindern ist die Pflegeversicherung günstiger. Zwischen der günstigsten Kasse (2,18 %) und der teuersten (4,39 %) liegen beim Mindestbeitrag rund 29 € im Monat, beim Höchstbeitrag rund 128 € im Monat – rund 1.540 € im Jahr. 2027 steigen Mindest- und Höchstbeitrag mit den neuen Rechengrößen.

Gesetzlich oder privat?

Die Entscheidung, die du dir gut überlegen solltest

Für die gesetzliche Kasse spricht

Der Beitrag sinkt, wenn dein Einkommen sinkt. Ehe- oder Lebenspartner und Kinder ohne eigenes Einkommen sind kostenlos mitversichert. Keine Gesundheitsprüfung, und Vorerkrankungen spielen keine Rolle.

Für die private Versicherung spricht

Für junge, gesunde Selbstständige mit gutem Einkommen ist sie oft günstiger und bietet je nach Tarif mehr Leistungen. Der Beitrag hängt aber von Alter, Gesundheit und Tarif ab – nicht vom Einkommen – und steigt meist mit den Jahren.

PKV unverbindlich prüfen lassen →

Der Weg zurück ist schwer

Wer als Selbstständiger privat versichert ist, kommt nur zurück, wenn er wieder versicherungspflichtig wird – etwa mit einer Anstellung unter der Versicherungspflichtgrenze. Ab 55 ist das in der Regel ausgeschlossen.

Von der PKV zurück in die GKV →

Unsicher, was für dich besser passt? Als Versicherungsmakler vergleichen wir gesetzliche Kassen und private Tarife. Schick uns dein Anliegen – das erste Gespräch ist kostenlos und unverbindlich.

Kassen mit Online-Antrag

Gesetzliche Krankenkasse für Selbstständige wählen

Sortiert nach Zusatzbeitrag – den zahlst du als Selbstständiger voll selbst. Wähle dein Bundesland, Regionalkassen nehmen dich nur auf, wenn du dort wohnst oder arbeitest. „Antrag“ öffnet den Online-Antrag unseres Partners VGK24 weiter unten auf dieser Seite, die Kasse ist schon ausgewählt. Im Antrag gibst du bei „Aktuell gesetzlich versichert?“ „Ja“ und deine bisherige Kasse an, Berufsgruppe Selbstständig.

KrankenkasseZusatzbeitragGesamtbeitragWählbarOnline-Antrag
BKK firmus 2,18 % 16,78 % Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt Antrag →
AOK Rheinland-Pfalz/Saarland 2,47 % 17,07 % Rheinland-Pfalz, Saarland Antrag →
BKK Faber-Castell & Partner 2,48 % 17,08 % Bayern Antrag →
hkk 2,59 % 17,19 % bundesweit Antrag →
Audi BKK 2,60 % 17,20 % bundesweit Antrag →
AOK Bayern 2,69 % 17,29 % Bayern Antrag →
Techniker Krankenkasse (TK) 2,69 % 17,29 % bundesweit Antrag →
BKK Schwarzwald-Baar-Heuberg 2,79 % 17,39 % Baden-Württemberg Antrag →
AOK Sachsen-Anhalt 2,89 % 17,49 % Sachsen-Anhalt Antrag →
HEK 2,89 % 17,49 % bundesweit Antrag →
AOK Hessen 2,98 % 17,58 % Hessen Antrag →
AOK Niedersachsen 2,98 % 17,58 % Niedersachsen Antrag →
AOK Baden-Württemberg 2,99 % 17,59 % Baden-Württemberg Antrag →
AOK NordWest 2,99 % 17,59 % Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein Antrag →
BKK Freudenberg 2,99 % 17,59 % Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen Antrag →
AOK PLUS 3,10 % 17,70 % Sachsen, Thüringen Antrag →
DAK-Gesundheit 3,20 % 17,80 % bundesweit Antrag →
AOK Bremen/Bremerhaven 3,29 % 17,89 % Bremen Antrag →
AOK Rheinland/Hamburg 3,29 % 17,89 % Hamburg, Nordrhein-Westfalen Antrag →
BARMER 3,29 % 17,89 % bundesweit Antrag →
Salus BKK 3,29 % 17,89 % bundesweit Antrag →
BKK EUREGIO 3,39 % 17,99 % Hamburg, Nordrhein-Westfalen Antrag →
IKK gesund plus 3,39 % 17,99 % bundesweit Antrag →
BKK Gildemeister Seidensticker 3,40 % 18,00 % bundesweit Antrag →
BKK Herkules 3,48 % 18,08 % Bayern, Hessen, Niedersachsen Antrag →
R+V BKK 3,49 % 18,09 % bundesweit Antrag →
AOK Nordost 3,50 % 18,10 % Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern Antrag →
BKK mkk 3,50 % 18,10 % bundesweit Antrag →
novitas bkk 3,60 % 18,20 % bundesweit Antrag →
BAHN-BKK 3,65 % 18,25 % bundesweit Antrag →
SKD BKK 3,65 % 18,25 % Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein Antrag →
BIG direkt gesund 3,69 % 18,29 % bundesweit Antrag →
Pronova BKK 3,70 % 18,30 % bundesweit Antrag →
KKH 3,78 % 18,38 % bundesweit Antrag →
Bergische Krankenkasse 3,79 % 18,39 % Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen Antrag →
BKK ProVita 3,79 % 18,39 % bundesweit Antrag →
vivida bkk 3,79 % 18,39 % bundesweit Antrag →
SBK 3,80 % 18,40 % bundesweit Antrag →
IKK classic 3,85 % 18,45 % bundesweit Antrag →
mhplus BKK 3,86 % 18,46 % Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein, Thüringen Antrag →
IKK Südwest 3,87 % 18,47 % Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland Antrag →
BKK Mobil 3,89 % 18,49 % bundesweit Antrag →
BKK VerbundPlus 3,89 % 18,49 % bundesweit Antrag →
BKK melitta hmr 3,90 % 18,50 % Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein Antrag →
BKK Pfalz 3,90 % 18,50 % bundesweit Antrag →
Heimat Krankenkasse 3,90 % 18,50 % bundesweit Antrag →
SECURVITA BKK 3,90 % 18,50 % Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen Antrag →
energie-BKK 3,98 % 18,58 % bundesweit Antrag →
BKK Wirtschaft & Finanzen 3,99 % 18,59 % Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen Antrag →
VIACTIV Krankenkasse 4,19 % 18,79 % bundesweit Antrag →
IKK – Die Innovationskasse 4,30 % 18,90 % bundesweit Antrag →
Knappschaft 4,30 % 18,90 % bundesweit Antrag →
BKK24 4,39 % 18,99 % bundesweit Antrag →

Zusatzbeitrag 2026 laut Krankenkassenliste des GKV-Spitzenverbands, abgerufen am 01.11.2026. Aufgeführt sind die 53 Kassen, die wir über unseren Partner VGK24 vermitteln (von 71 frei wählbaren Kassen) – sortiert nach Zusatzbeitrag, nicht nach Vergütung. Alle Kassen findest du in der Gesamtliste. Leistungen unterscheiden sich – vergleich Beitrag und Leistungen, bevor du dich entscheidest.

Online-Antrag & Vergleich

Lieber erst vergleichen?

Im Rechner wählst du als Berufsgruppe „Selbstständig“ und gibst dein monatliches Einkommen an – er zeigt Beitrag und Leistungen der Kassen. Hast du oben eine Kasse gewählt, erscheint hier ihr Online-Antrag.

Hinweis: Der Vergleich und der Antrag sind kostenlos. Rechtliche Angaben findest du im Impressum, in der Datenschutzerklärung und in der Erstinformation.

Vergütungshinweis: Wir sind als Versicherungsmakler tätig und können eine Vergütung erhalten, wenn durch unsere Vermittlung ein Kassenbeitritt oder -wechsel zustande kommt. Diese wird von der aufnehmenden Krankenkasse getragen – für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten.

Rankinghinweis: Die Reihenfolge der angezeigten Krankenkassen kann von der Höhe der Vergütung beeinflusst werden. Der Vergleich erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit aller am Markt verfügbaren Krankenkassen.

Häufige Fragen

Fragen zur Krankenversicherung für Selbstständige

Was kostet die gesetzliche Krankenversicherung für Selbstständige 2026?
Mindestens rund 280 € im Monat, höchstens rund 1.260 € – Kranken- und Pflegeversicherung zusammen, mit durchschnittlichem Zusatzbeitrag und Krankengeld, für Kinderlose ab 23. Dazwischen richtet sich der Beitrag nach deinem Gewinn laut Steuerbescheid.
Kann ich als Selbstständiger in der gesetzlichen Kasse bleiben?
Ja, wenn du die Vorversicherungszeit erfüllst – in den letzten fünf Jahren mindestens 24 Monate oder zuletzt 12 Monate am Stück gesetzlich versichert. Kommst du aus einer Anstellung, geht deine Versicherung ohnehin automatisch als freiwillige Mitgliedschaft weiter.
Kann ich beim Start in die Selbstständigkeit die Krankenkasse wechseln?
Ja. Innerhalb von drei Monaten nach dem Ende der Pflichtversicherung kannst du einer anderen Kasse freiwillig beitreten. Später geht der Wechsel mit der normalen Kündigungsfrist – zum Ende des übernächsten Monats.
Wie wird mein Beitrag als Gründer berechnet?
Weil es noch keinen Steuerbescheid gibt, schätzt du dein Einkommen. Die Kasse setzt den Beitrag vorläufig fest, mindestens nach 1.318,33 € im Monat (2026). Liegt der Steuerbescheid vor, rechnet sie endgültig ab – du zahlst nach oder bekommst Geld zurück.
Brauche ich Krankengeld?
Das hängt davon ab, wie lange du einen Ausfall selbst überbrücken kannst. Mit der Wahlerklärung zahlst du 14,6 % statt 14,0 % und bekommst ab dem 43. Krankheitstag Krankengeld. Ab 2027 wirkt die Erklärung erst nach drei Monaten Wartezeit – außer du gibst sie gleich beim Start ab, innerhalb von 14 Tagen. Wahltarife mit früherem Krankengeld binden dich drei Jahre an die Kasse. Eine private Krankentagegeldversicherung ist eine Alternative.
Ich bin nebenbei selbstständig – was gilt?
Überwiegt deine Anstellung, bleibst du darüber pflichtversichert, und der Gewinn aus der Selbstständigkeit zählt nicht für den Krankenkassenbeitrag. Entscheidend ist, was zeitlich und wirtschaftlich überwiegt. Beschäftigst du regelmäßig einen Arbeitnehmer mehr als geringfügig, gilt die Selbstständigkeit in der Regel als hauptberuflich.
Gesetzlich oder privat – was ist besser?
Für Familien, schwankende oder niedrige Einkommen und Menschen mit Vorerkrankungen ist die gesetzliche Kasse meist die bessere Wahl. Für junge, gesunde Selbstständige mit gutem Einkommen kann die private günstiger sein – der Weg zurück ist aber schwer. Wir beraten dich gern zu beiden Seiten.
Was kostet eure Hilfe?
Für dich nichts. Liste, Vergleich und Antrag sind kostenlos. Kommt eine Mitgliedschaft über uns zustande, bekommen wir eine Vergütung von der Krankenkasse – nicht von dir.
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